Assessment Center

Erfahrungsberichte

An dieser Stelle finden Sie Erfahrungsberichte anderer Leser von verschiedenen Unternehmen. Diese Sektion wird fortlaufend erweitert und wir freuen uns sehr, wenn sie uns ihre Eindrücke mitteilen würden.

Bayer AG

Vor einiger Zeit habe ich an einem Assessment Center bei der Bayer AG in Berlin teilgenommen. Meine Erfahrungen dort möchte ich gerne teilen:
Nachdem sich die Gruppe aus ca. 10 Teilnehmern am Empfang gesammelt hatte, wurden wir abgeholt und zu einem anderen Gebäude gebracht. Dort wurden wir zunächst begrüßt und uns der Tagesablauf geschildert. Dabei bekam jeder einen individuellen Zeitplan, da die einzelnen Übungen teilweise abwechselnd und teilweise in kleineren Gruppen gleichzeitig durchgeführt werden sollten. Anschließend ging es für die Gruppe in einen separaten Raum, der zwischen den Übungen als Aufenthalts- und Pausenrum diente. In unterschiedlicher Reihenfolge durchliefen die Teilnehmer dann folgende Aufgaben:

1. Vortrag

Man bekommt 2 Themen zur Auswahl und anschließend 15min Zeit einen kurzen Vortrag hierzu vorzubereiten. Bei uns waren die Themen nach dem Schema „Thema xy – Fluch oder Segen?“ eher diskussionslastig gestaltet. Dementsprechend ging es darum, sich pro und contra Argumente zu überlegen und diese dann vor einer kleinen Jury überzeugend zu präsentieren und ein differenziertes Fazit zu ziehen. Hierzu stand zudem ein Flipchart mit bunten Karten zur Verfügung.

2. Gruppendiskussion

5 Teilnehmer bekommen eine Situation vorgegeben und kurz Zeit sich dazu Gedanken zu machen. Wir sollten als Projektteam über ein Konzept entscheiden. Anschließend wird in der Gruppe diskutiert, welcher Weg eingeschlagen werden soll. Dabei sollten wir uns nach Möglichkeit am Ende einigen oder einen Kompromiss finden. Während der Diskussion sitzen diverse Beobachter vom Unternehmen im Raum und lauschen der Debatte.

3. Postkorb

Die Postkorb-Übung entsprach grundsätzlich den gängigen Beispielen aus Übungstests etc., war aber relativ kompliziert gestaltet. Man wird mit ca. 20-30 Seiten Papier konfrontiert und muss daraus die einzelnen Aufgaben ableiten und in einer sinnvollen Reihenfolge erledigen. Die Unterlagen sind teilweise Briefe, Emails, Zeitungsanzeigen etc. und man sollte sie genau lesen (an einigen Stellen waren Fallstricke wie Fußnoten oder Einschränkungen von Angeboten versteckt). Für die einzelnen Termine sowie die Wegrouten braucht man jeweils eine vordefinierte Zeit, welche sich bei Benutzung eines Autos (das am Anfang kaputt ist und aus der Werkstatt abgeholt werden muss) halbiert. Am Ende muss man dann alles priorisieren und so aneinanderreihen, dass man möglichst alle Termine wahrnehmen kann.

4. Rollenspiel

Beim Rollenspiel bekommt man eine Situation vorgeben. Es ging dabei um einen Konflikt zwischen zwei Abteilungen, der bisher ungelöst ist und zu Problemen führt. Nach sehr kurzer Vorbereitungszeit trifft man dann auf einen vom Unternehmen gestellten Gegenpart, der natürlich versucht es einem möglichst schwierig zu machen und zunächst alle Vorschläge ablehnt. Auch dabei wird man von der Jury beobachtet, wobei ein Jury-Mitglied mit roten und grünen Kärtchen dem „Schauspieler“ signalisiert wie weit er gehen soll.